Die Schönheit des Rindviehs / The beauty of cattle


seen in summer 2016 near Bakuriani / gesehen im Sommer 2016 nahe Bakuriani

Schon die Alten Griechen wussten um die Schönheit des Rinds. So entführte Zeus, in einen weißen Stier verwandelt, Europa. Dabei ist dieser Mythos vermutlich weit älter; er geht auf eine syrisch-babylonische Liebesgöttin zurück, die von den Griechen später als Aphrodite verehrt wurde.

The old Greeks already knew about the beauty of cattle. As we know, Zeus kidnapped Europe transmuted into a white bull. This myth is probably much older though, based on a syrian-babylonian Goddess of Love who the Greeks later called Aphrodite.

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Drogenrazzia in Tbilissi eskaliert

Eine Razzia im Szene-Viertel der Techno-Clubs in Tbilisi, gedacht als Reaktion auf acht Drogentote binnen zweier Wochen, scheint der Polizei in der georgischen Hauptstadt Tbilisi laut Zeugenaussagen in der Nacht vom 11. auf den 12. Mai komplett entglitten zu sein.

Die Spezialeinheiten der Polizei sollen in martialischer Ausrüstung und zahlenmäßig unangemessener Stärke in die Clubs eingedrungen und dort mit teils brutaler Härte gegen die Besucher vorgegangen sein. Unter den Gästen der Clubs, die auch international sehr angesagt sind und seit Kurzem junge Menschen aus der ganzen Welt anlocken, sei es zu Panik gekommen, weil nicht einmal das Geschehen klar und eindeutig einzuschätzen gewesen sei. Viele hätten eher einen Überfall als eine Polizeirazzia vermutet.

Einheiten mit Sturmgewehren stürmen Musik-Clubs

Fotos vom Inneren eines Clubs zeigen einen Cordon aus vermummten Polizisten, behelmt und in Vollschutzkleidung, bewaffnet mit Sturmgewehren. Videos, die auf YouTube kursieren, dokumentieren wie Gäste von Mitgliedern dieser Polizeieinheiten von Tischen gezerrt, zu Boden geschleudert und gegen Wände gedrückt werden.

Zahlreiche Club-Besucher seien, so berichten Zeugen, ohne Darlegung von Gründen festgenommen und auf Polizeiwachen gebracht worden. Laut Mitteilung der Polizei seien acht Personen des Drogenbesitzes überführt worden und müssten außerdem mit einem Verfahren wegen Verdachts auf Drogenhandel rechnen. [...]

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Nach den Protesten tausender junger Menschen in der georgischen Hauptstadt Tbilisi, als Reaktion auf eine mit mutmaßlich unangemessener Härte durchgeführten Drogen-Razzia in zwei der "angesagtesten" Musik-Clubs, hat politisch die Aufarbeitung begonnen, während gesellschaftlich die Diskussionen auf breiter Front entflammt sind.

Dabei geht es nicht nur um die Frage einer Reform der Strafgesetzgebung für Drogenbesitz und Drogenkonsum und einen zeitgemäßeren Sanktionierungskatalog für kleinere Drogendelikte. Vielmehr sehen viele Beobachter in den spontan ausgebrochenen Demonstrationen, die nicht nur in der georgischen Hauptstadt, sondern auch in Batumi, binnen Stunden Tausende junger Menschen auf die Straßen brachten, auch eine unterschwellige, möglicherweise brisante Spaltung der Gesellschaft.

Der georgische Innenminister, Giorgi Gakharia, wird sich ebenso wie Premierminister Giorgi Kvirikashvili daran messen lassen müssen, inwieweit die Zusagen der Regierung eingehalten werden: Aufklärung der Polizeirazzia unter Einbeziehung von Vertretern der Bewegung "White Noise Movement", die sich an die Spitze der Proteste gestellt und zu deren Sprachrohr gemacht hat. Und eine zeitnahe Liberalisierung der Drogengesetze. [...]

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Swetitskhoveli-cathedral, Mstkheta / Swetischoweli-Kathedrale, Mzcheta

From the english-language Wikipedia: 
"The Svetitskhoveli  Cathedral (Georgianსვეტიცხოვლის საკათედრო ტაძარი, svet'icxovlis sak'atedro t'adzari; literally the Cathedral of the Living Pillar) is an Eastern Orthodox cathedral located in the historic town of Mtskheta, Georgia, to the northwest of the Georgian capital Tbilisi. A masterpiece of the Early Middle Ages, Svetitskhoveli is recognized by UNESCO as a World Heritage Site. It is currently the second largest church building in Georgia, after the Holy Trinity Cathedral.
Known as the burial site of Christ's mantle, Svetitskhoveli has long been one of the principal Georgian Orthodox churches and is among the most venerated places of worship in the region. The present structure was completed in 1029 by the medieval Georgian architect Arsukisdze, although the site itself dates back to the early fourth century.
Svetitskhoveli is considered an endangered cultural landmark. it has survived a variety of adversities, and many of its priceless frescoes have been lost due to being whitewashed by the Russian Imperial authorities."

Die Swetis'choweli-Kathedrale (სვეტიცხოვლის საკათედრო ტაძარი, swet'is'chowlis sak'atedro t'adsari) von Mzcheta ist die zweitgrößte Kathedrale Georgiens (nach der neu gebauten Sameba-(Dreifaltigkeits-) Kathedrale in Tbilissi) und war lange Zeit Hauptkirche der georgisch-orthodoxen Kirche. 1029 n.Chr. errichtet, steht sie an Stelle eines älteren Kirchenbaus, der eng mit der Geschichte der Christianisierung Georgiens (317 n.Chr.) verwoben war. Sie gehört zu den Meisterwerken der mittelalterlichen Architektur und ist UNESCO-Welterbe. Einige Fresken wurden von den russischen Eroberern zerstört. Der georgische Name heißt auf Deutsch wörtlich: "Kathedrale der lebenden (oder lebensspendenden) Säule". Hier soll der Mantel Christi begraben sein. 


the cathedral and Mtskheta seen from the south over river Mtkvari (Kura)
die Kathedrale und Mzcheta, gesehen von Süden über den Fluss Mtkwari (Kura)

View from the southwest
Ansicht von Südwesten
the entrance-gate to the churchyard, protected by high walls
das Eingangstor zum Kirchhof, gesichert durch hohe Mauern

one of the bull-heads you see in the picture above
einer der Stierköpfe (s. Bild  oben)

section of the wall with the Holy-Cross-Church high above Mtskheta
Abschnitt der Mauer mit Hl-Kreuz-Kirche hoch über Mzcheta

Ornaments above the portal
Ornamente über dem Portal

View into the nave with chair of the patriarch in the front, sanctum and apse in the back
Blick ins Kirchenschiff mit dem Stuhl des Patriarchen im Vordergrund und Allerheiligstem und Apsis im Hintergrund

priest standing at the lifegiving pillar
Priester an der lebenspendenen Säule




details of the paintings on the living pillar  - note the destructions!
Details der Malerei an der lebenspendenden Säule. Man beachte die Zerstörungen!


frescos / Fresken 

ornaments inside the church
Ornamente im Inneren der Kirche
There's a whole lot of information on Wikipedia: the legend of the living pillar, architecture and history. => Wikipedia
Die deutschsprachige Wikipedia erzählt u.a. die Legende von der lebensspendenden Säule und bietet eine Reihe von historischen und architektonischen Erläuterungen. => Wikipedia

all pictures 1998 - 2018 (c) Sönke Henning Tappe // alle Bilder 1998-2018 (c) Sönke Henning Tappe

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Nikol Paschinjan neuer Premierminister von Armenien (ZON)

"... Was Anfangs selbst vielen Oppositionellen im Land als hoffnungslos galt, wurde zu einer Massenbewegung. Vor allem als klar wurde, wie groß die Wut über den Machthunger der alten Elite geworden ist. Plötzlich protestierten in Jerewan Zehntausende Menschen und steckten ihre Mitbürger an. An einer Schule zwangen Schüler eine korrupte Schuldirektorin zum Rücktritt. Und selbst aus Russland oder den USA flogen und fliegen Tausende Armenier in ihre Heimat, um dabei zu sein, bei dem was in ihren Augen die Sternstunde ihres Landes ist.
Paschinjan gelang es, sich an die Spitze dieser Wutwelle zu stellen. Der 42-Jährige hat es geschickt vermocht, sich als Gegenentwurf zum herrschenden Regime zu präsentieren, das in Armenien vor allem mit Korruption, Vetternwirtschaft und wirtschaftlicher Stagnation in Verbindung gebracht wird. Paschinjan dagegen konnte damit überzeugen, dass er sich auch nach seinem Einzug als Abgeordneter ins Parlament vor sechs Jahren nicht illegal bereichert hat. Anders als die Herrschenden liebt er keine Luxuskarossen, sondern begnügt sich mit einem Hyundai Sonata, den er nach eigenen Angaben auf Kredit gekauft hat. ...
Obwohl er das Image eines flammenden Revolutionärs pflegt, ist Paschinjan ein pragmatischer Politiker", sagt der armenische Politikanalyst Mikael Zoljan. Er sei zu Kompromissen und Gesprächen bereit. In der Vergangenheit sei er deswegen auch von radikaleren Figuren in der Opposition kritisiert worden. ...
Auch außenpolitisch zeigte sich der neue Mann an der Spitze des Landes bisher nicht als radikaler Veränderer. Er weiß, dass Armenien Russland als Schutzmacht im Konflikt mit dem benachbarten Aserbaidschan braucht. 


Spannend zu sehen, wie Putinisten in den Kommentaren bereits vor westlicher Einmischung warnen. Mein Leserbrief dazu, zu finden auf S.2:

Lustig, wenn ein Putinist die "Einmischung" des Westens herbeifabuliert... Es kann wohl neben dem Untergang des Abendlands durch "Umvolkung" nichts besser Gemeinsinn stiften als die Legende von der Einkreisung Russlands.
In Wirklichkeit ist durchaus anzunehmen, dass die Mehrheit der Armenier (ebenso wie die Georgier) begreift, dass die Herrschaft der armenischen "Elite" eng mit dem mafiösen russ. Regime verwoben ist (die armenische Wirtschaft ist fest in russischer Hand). Wäre nicht die geradezu babylonische Gefangenheit Armeniens (das russische Hauptquartier im Südkaukasus befindet sich in Gyumri), die Forderungen nach westlichem Politikstil würden wohl zu einer verstärkten Annäherung an das politische Europa führen. Das wird Moskau zu verhindern wissen. Ob es diesmal, wenn denn die Begeisterung anhalten sollte, ausreichen wird, Eriwan mit massiver Erhöhung der Gaspreise zu drohen, wie 2013 gegenüber Sargsjan, bleibt abzuwarten.
Seit dem Krieg um Nagorny-Karabakh wurde die arm. Politik maßgeblich von dem Konflikt mit AZ bestimmt. Sargsjan stammt aus N. - K. Man kann dem neuen Regierungschef nur viel Glück wünschen, denn er sitzt zwischen vielen Stühlen: Forderungen der Protestierenden, den Oligarchen, Nagorny-K., Baku, Ankara und vor allem dem Kreml mit seinen ökonom. und v. a. strategischen Interessen, an die der Kreml immer mal wieder durch Waffenverkäufe an Erzgegner Aserbaidschan erinnert. Das alles inmitten wirtschaftlicher Stagnation und Armut.


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The Chronicle of Georgia, Tbilisi / Die Chronik Georgiens, Tbilissi



built by Zurab Zereteli, but never finished. It is little known even to locals. It is in fact rather difficult to find detailled information. The best description I found with many pictures shot in day-light: the-chronicle-of-georgia
For more information on the disputed georgian-russian architect (who also built the statue of Hl. George in Tbilisi) see the english language wikipedia.

gebaut von Zurab Zereteli, aber nie beendet. Es ist schwierig, detaillierte Informationen darüber zu finden, ist es doch auch Einheimischen kaum bekannt. Die beste Beschreibung, die ich im Netz gefunden habe: chronicle-of-georgia
Mehr Informationen über den umstrittenen georgisch-russischen Architekt (der übrigens auch die Statue des Hl. Georg zu seinen Werken zählt) in der deutschsprachigen Wikipedia.














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