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Armenien und Iran bauen Kooperation aus (DW-World)

"Der Teheran-Besuch des armenischen Präsidenten Sersch Sarkisjan Anfang des Jahres hat den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Armenien und dem Iran neue Impulse verliehen. Verhandelt wurde unter anderem über den Bau einer Pipeline vom iranischen Täbris bis zum armenischen Ort Ararat, heißt es im armenischen Energieministerium. Die Leitung könnte Armenien mit Erdölprodukten versorgen, was die Transportkosten und Preise auf dem armenischen Markt deutlich senken würde. Das Projekt ist auch deswegen von Bedeutung, weil es eine Alternative zu den bestehenden Benzin- und Diesellieferungen bietet. Bislang wird Armenien von einigen wenigen privaten Firmen mit Erdölprodukten beliefert.

Experten zufolge soll mit dem Bau der neuen Pipeline noch in diesem Sommer begonnen werden.

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Intensivierte Zusammenarbeit

Der unabhängige armenische Wirtschaftsexperte Aleksandr Awanesow sagte der Deutschen Welle, sein Land sei gezwungen, eine Zusammenarbeit mit dem südlichen Nachbarn Iran einzugehen.

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So sei erst vor kurzem die Gasleitung Iran-Armenien in Betrieb genommen worden, über die das Land bereits etwa sieben Millionen Kubikmeter Erdgas erhalten habe. Geprüft werde derzeit, ob bei einer Verlängerung dieser Pipeline in Zukunft auch Lieferungen turkmenischen Erdgases Richtung Armenien möglich wären. Noch in diesem Sommer werde mit dem Bau einer dritten Elektrizitätsleitung zwischen dem Iran und Armenien begonnen. "Das ist ein regionales Projekt, an dem sich auch GEORGIEN beteiligt", erläuterte Awanesow. Er fügte hinzu, verhandelt werde ferner über den Bau einer Eisenbahnlinie, die Armenien über iranisches Territorium sowohl mit den Ländern des Persischen Golfs als auch mit denen Zentralasiens verbinden würde.

Die Zusammenarbeit mit dem Iran werde die Qualität des armenischen Energienetzes verbessern und nicht zuletzt die Energiesicherheit des Landes erhöhen, meint Awanesow. Wichtig sei zudem, dass nach der Umsetzung der Projekte Armenien eine größere Rolle nicht nur in der Region, sondern vielleicht auch für EUROPA spielen könnte.

Ausweg aus der Isolation?

Armenien sucht damit eine engere Zusammenarbeit mit dem Iran in wichtigen Breichen wie Energie, Verkehr und Kommunikation, während gleichzeitig internationale Sanktionen gegen Teheran in Kraft sind.

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Aufgrund des ungelösten Konfliktes um die Region Berg-Karabach dauert die Blockade Armeniens durch die Türkei und Aserbaidschan an. Auch die Probleme in den Beziehungen zwischen Georgien und Russland haben Auswirkungen auf Armenien. Das Land ist deshalb geografisch sehr isoliert. Es hat den Anschein, als suche Armenien nun zunehmend einen Zugang zur Außenwelt über den Iran."

Autor: Aschot Gasasjan / Markian Ostaptschuk
Redaktion: Birgit Görtz




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Financial Times Deutschland (FTD) zum Ende des Gasstreits: Alles wie immer...

"Klar ist nur, dass der Preis nicht der entscheidende Faktor in diesem Streit gewesen ist, auch wenn die russische Seite bei ihren europäischen Kunden stets diesen Eindruck erwecken wollte. Wäre es nur um den Preis gegangen, dann hätten Timoschenko und der russische Premier Wladimir Putin schon im Herbst eine Einigung besiegeln können.

Stattdessen strebte Russland einen Effekt an, der auch im Krieg mit Georgien schon zur Geltung gekommen war: Ein Land, das sich aus dem Einflussbereich Moskaus verabschieden will, wird so lange in die Enge getrieben, bis es Fehler macht - und dann vor den möglichen europäischen Partnern als unsicherer Kantonist dasteht. Und in beiden Fällen tat die jeweilige Führung Russland den Gefallen, auf den Trick hereinzufallen."

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.



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"Russia's bid to control Caspian energy" by William Courtney And Kenneth Yalowitz

"RUSSIA'S INVASION of Georgia in August inflicted a potentially severe blow to global energy security by threatening export routes for Caspian energy. Russian President Medvedev's declaration on Aug. 31 that Moscow has "privileged interests" - read, a sphere of influence - in bordering countries underscores that Moscow's aims stretch beyond Georgia. Among the targets are the major producers of Caspian energy - Azerbaijan, Kazakhstan, and Turkmenistan.
Russia seeks a de facto veto over Caspian energy. This is important because the Caspian Basin holds some of the largest reserves of conventional oil and gas in the world..."

Read the full essay on Boston Globe online.



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My friend Gotcha / Mein Freund Gotscha


drives a 28year old Opel Ascona (Vauxhall Cavalier). This car can´t be used for long distances anymore, but is still valuable for transport in the city of Telavi and the surrounding villages.
fährt einen 28 Jahre alten Opel Ascona. Der Wagen taugt nicht mehr für Überlandstrecken, verrichtet aber in Telawi und den angrenzenden Dörfern noch wertvolle Dienste.

I got to know Gotcha, when I was teaching German at the secondary school no. 9 in Telavi. (In fact, Gotsha´s father, who had come from Armenia, had been head of the school in former times, when it still was a russian school.) Gotcha´s profession was engineer of bridge-building; when the soviet-union collapsed he "received" an old copier from the state-owned conglomerate, where he had worked before. As the school didn´t own a copier (of no use without electricity and unaffordable anyways), I went to his home for copies. Gotscha had three possibilities to get electricity: by the city (rarely), a large generator, and, well, the georgian way. If you wonder, what that meant, take a look at the following picture. SOME buildings were always provided with electricity...
Ich habe Gotscha kennengelernt, als ich 1996-97 Lehrer an der Mittelschule Nr. 9 in Telawi war. (Gotschas Vater, der aus Armenien stammte, war dort Schulleiter, als sie noch russische Schule war.) Gotscha ist gelernter Brückenbauingeneur und "erbte" aus seinem Kombinat einen Kopierer, als es dort keine Arbeit mehr gab. Die Schule besaß keinen Kopierer (da gab es ganz andere Wünsche - und was sollte man mit einem Kopierer ohne Strom?), also ging ich hin und wieder zu Gotscha, der in der Nachbarschaft wohnte. Gotscha hatte drei Möglichkeiten Strom für den Kopierer zu bekommen: über das städtische Netz (selten), einen großen Generator in der Nachbarschaft und, nun ja, auf georgische Art. Wie man sich das vorzustellen hat, kann man anhand des nächsten Bildes erahnen. EINIGE Gebäude wurden eben immer mit Strom versorgt...

("wild" electricity lines in Telavi / "wilde" Elektroleitungen in Telawi)


Since then, Gotcha has had numous jobs: building site supervision, manager of a rolling eye-clinic, jobs in the city´s administration... But his biggest wish is to build bridges again.
Seither hat Gotscha, wie viele Georgier, die verschiedensten Jobs gehabt: Bauleiter, Manager einer rollenden Augenklinik, Tätigkeiten in der städtischen Verwaltung... Sein größter Wunsch aber wäre es wieder Brücken zu bauen.


His wife Manana is an eye-doctor, practicing in Telavi. She also runs the household. Much to the contrary of the following picture, Gotcha would never take a cooking-spoon into his hands - except for tasking, of course. ;-) - and a snap-shot!
Seine Frau Manana ist Augenärztin in Telawi. Sie führt außerdem den Haushalt. Anders als das letzte Bild suggeriert, würde Gotscha nie zum Kochlöffel greifen - außer zum Probieren natürlich ;-) - und für einen Schnappschuss!


This picture is interesting for another reason: It shows a typical georgian kitchen-equipping: gas- AND electro-stove as well as a little water-keg as water usually doesn´t run from the tab, but has to be brought from public fountains. For the bathroom, Gotcha built a well behind the house.
Das Bild ist aber aus einem anderen Grund interessant, zeigt es doch eine typisch georgische Küchenausstattung: Mit Gas- UND Elektroherd sowie einem Wasserfässchen - denn allzu oft kommt das Wasser nicht aus der Leitung, sondern aus dem nächsten öffentlichen Brunnen. Für das Brauchwasser hat Gotscha eine Zisterne hinter dem Haus gebaut.

His oldest sun Goga spent a year with a german host-family in 2004/05. Since a year he studies a the germanspeaking branch of the Technical University Tbilissi. His younger son Sandro (of whom I don´t have a picture, unfortunatly) still goes to school.
Sein ältester Sohn Goga hat 2004-05 ein Jahr in einer deutschen Familie als Austauschschüler gelebt. Er studiert jetzt an der deutschsprachigen Fakultät der Technischen Universität Tbilissi. Der jüngere Sohn Sandro (von dem ich leider kein Bild habe) geht noch zur Schule.

Ok, a last picture - with Manana, Gotcha and me in the middle:
Ok, ein letztes Bild - mit Manana, Gotscha und mir in der Mitte:




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First impressions of Telavi / Erste Eindrücke von Telavi

These were my first impressions of Telavi, where I started teaching German in a public school in 1996.
Dies waren meine ersten Eindrücke von Telawi, wo ich 1996 anfing Deutsch an einer öffentlichen Schule zu unterrichten.



This man brings home wood from the forests of near-by Zivi mountain-ridge. Energy-supply was precarious. Sometimes there was gas, sometime there wasn´t. Russia, from where the gas came, argued in January 1997 that bills weren´t payed. Well, in february we had to buy wood which was terribly wet, so the rooms became dirty quickly with black grease covering everything - what a mess! Electricity came about twice or may-be three times a week, but you never knew when. Sometimes they switched it on, you heard your neighbours sigh "ah", and then, as suddenly as it had come, it went off again. (Probably due to all the electric heaters, while on the other hand windows were often in a bad shape. Putty seemed to be unknown.) People joked it was Schewardnadse who wanted to hear if his fellow Georgians were still alive.
So we had to use gas-bottles for heating or, if no gas was left, boiled our coffee on the local spirit called dshadsha - 60% alcohol were quite sufficient.)

Dieser Mann brachte Holz aus den Wäldern des Zivigebirges. Die Energieversorgung war katastrophal. Manchmal hatten wir Gas, manchmal nicht. Russland, woher das Gas bezogen wurde, erklärte im Januar 1997 die Gasrechnungen seien nicht bezahlt worden und drehte den Hahn ab. Im Februar mussten wir also nasses Holz kaufen, das die Zimmer schnell verschmutzte. Die Möbel, Wände und Fußböden wurden schnell von einer schmierig-schwarzen Schicht überzogen. Strom gab es nur zwei- oder dreimal in der Woche, aber man wusste nie wann. Manchmal hörte man die Nachbarn erfreut "ah" rufen, nur um gleich wieder enttäuscht zu werden. (Vermutlich waren die vielen elektrischen Heizgeräte das Problem.) Häufig hörte ich den Witz, es sei wohl Schewardnadse gewesen, der mal hören wollte, ob seine Georgier noch am Leben seien.
Deshalb holten wir uns Gasflaschen ins Haus oder, wenn kein Gas mehr vorhanden war, kochten unseren Kaffee auf Dschadscha - dem lokalen Grappa, der mit 60% oder mehr Prozent durchaus brannte.

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