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Klosterruine Alt-Schuamta, Georgien / Ruins of cloister Old Shuamta, Georgia

Alt-Shuamta (Dzveli Shuamta) ist etwa 7 km von Telavi entfernt in der georgischen Provinz Kachetien, im Osten des Landes gelegen. Es befindet sich auf dem Höhenzug des Zivi-Gebirges. 

Der Klosterkomplex wurde zwischen dem 5. und 17. Jhdt. n.Chr. errichtet. Nachdem im 16. Jhdt. ein wenig unterhalb dieses Ortes das Kloser Neu-Schuamta errichtet worden war, wurde Alt-Schuamta nach und nach aufgegeben.
Im Hintergrund, Richtung Norden, ist der Große Kaukasus zu erkennen. Das Foto entstand an einem bitter kalten Oktober-Morgen gegen 6.30 Uhr - es hatte 2016 einen plötzlichen Wintereinbruch gegeben. Daher auch die braunen Blätter, von der Morgensonne beschienen.



Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt,  oder?

Viele weitere Informationen auf Englisch auf der Seite der Stadt Telawi

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Old cinema, Telavi / Altes Kino, Telavi

Der Vorraum des alten Kinos wurde in den letzten Jahren durch eine Ballett-Schule genutzt. Nun soll daraus wieder ein Kino werden - so der letzte Stand meiner Informationen. Meine Freunde Gotscha und Ulrich planten schon, da hörten wir, dass das Gebäude verkauft ist.
Hier ein paar Aufnahmen vom Sommer 2005. Wie man sieht, ist es ziemlich verwahrlost, bietet aber unter denkmalpflegerischer Hinsicht viel Erhaltenswertes. Und wo findet man noch dieses Ambiente eines alten Lichtspielhauses?

Die Bilder vom Inneren wurden übrigens mit ISO 3600 gemacht. Ich bitte die Qualität zu entschuldigen.


The entrance-hall of the old cinema was used by a ballet-school during the last years. Now it´s going to become a cinema again (as far as I´m informed). My friends Gotscha and Ulrich already made plans, when we heard the building was sold. These are pictures of 2005. As you can see, the building is in a bad shape, but a lot of original elements were preserved. And where else can you still find this athmosphere of an old cinematograph?

Note that the photos from the inside were shot with ISO 3600 - so please excuse the quality.










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My friend Gotcha / Mein Freund Gotscha


drives a 28year old Opel Ascona (Vauxhall Cavalier). This car can´t be used for long distances anymore, but is still valuable for transport in the city of Telavi and the surrounding villages.
fährt einen 28 Jahre alten Opel Ascona. Der Wagen taugt nicht mehr für Überlandstrecken, verrichtet aber in Telawi und den angrenzenden Dörfern noch wertvolle Dienste.

I got to know Gotcha, when I was teaching German at the secondary school no. 9 in Telavi. (In fact, Gotsha´s father, who had come from Armenia, had been head of the school in former times, when it still was a russian school.) Gotcha´s profession was engineer of bridge-building; when the soviet-union collapsed he "received" an old copier from the state-owned conglomerate, where he had worked before. As the school didn´t own a copier (of no use without electricity and unaffordable anyways), I went to his home for copies. Gotscha had three possibilities to get electricity: by the city (rarely), a large generator, and, well, the georgian way. If you wonder, what that meant, take a look at the following picture. SOME buildings were always provided with electricity...
Ich habe Gotscha kennengelernt, als ich 1996-97 Lehrer an der Mittelschule Nr. 9 in Telawi war. (Gotschas Vater, der aus Armenien stammte, war dort Schulleiter, als sie noch russische Schule war.) Gotscha ist gelernter Brückenbauingeneur und "erbte" aus seinem Kombinat einen Kopierer, als es dort keine Arbeit mehr gab. Die Schule besaß keinen Kopierer (da gab es ganz andere Wünsche - und was sollte man mit einem Kopierer ohne Strom?), also ging ich hin und wieder zu Gotscha, der in der Nachbarschaft wohnte. Gotscha hatte drei Möglichkeiten Strom für den Kopierer zu bekommen: über das städtische Netz (selten), einen großen Generator in der Nachbarschaft und, nun ja, auf georgische Art. Wie man sich das vorzustellen hat, kann man anhand des nächsten Bildes erahnen. EINIGE Gebäude wurden eben immer mit Strom versorgt...

("wild" electricity lines in Telavi / "wilde" Elektroleitungen in Telawi)


Since then, Gotcha has had numous jobs: building site supervision, manager of a rolling eye-clinic, jobs in the city´s administration... But his biggest wish is to build bridges again.
Seither hat Gotscha, wie viele Georgier, die verschiedensten Jobs gehabt: Bauleiter, Manager einer rollenden Augenklinik, Tätigkeiten in der städtischen Verwaltung... Sein größter Wunsch aber wäre es wieder Brücken zu bauen.


His wife Manana is an eye-doctor, practicing in Telavi. She also runs the household. Much to the contrary of the following picture, Gotcha would never take a cooking-spoon into his hands - except for tasking, of course. ;-) - and a snap-shot!
Seine Frau Manana ist Augenärztin in Telawi. Sie führt außerdem den Haushalt. Anders als das letzte Bild suggeriert, würde Gotscha nie zum Kochlöffel greifen - außer zum Probieren natürlich ;-) - und für einen Schnappschuss!


This picture is interesting for another reason: It shows a typical georgian kitchen-equipping: gas- AND electro-stove as well as a little water-keg as water usually doesn´t run from the tab, but has to be brought from public fountains. For the bathroom, Gotcha built a well behind the house.
Das Bild ist aber aus einem anderen Grund interessant, zeigt es doch eine typisch georgische Küchenausstattung: Mit Gas- UND Elektroherd sowie einem Wasserfässchen - denn allzu oft kommt das Wasser nicht aus der Leitung, sondern aus dem nächsten öffentlichen Brunnen. Für das Brauchwasser hat Gotscha eine Zisterne hinter dem Haus gebaut.

His oldest sun Goga spent a year with a german host-family in 2004/05. Since a year he studies a the germanspeaking branch of the Technical University Tbilissi. His younger son Sandro (of whom I don´t have a picture, unfortunatly) still goes to school.
Sein ältester Sohn Goga hat 2004-05 ein Jahr in einer deutschen Familie als Austauschschüler gelebt. Er studiert jetzt an der deutschsprachigen Fakultät der Technischen Universität Tbilissi. Der jüngere Sohn Sandro (von dem ich leider kein Bild habe) geht noch zur Schule.

Ok, a last picture - with Manana, Gotcha and me in the middle:
Ok, ein letztes Bild - mit Manana, Gotscha und mir in der Mitte:




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First impressions of Telavi / Erste Eindrücke von Telavi

These were my first impressions of Telavi, where I started teaching German in a public school in 1996.
Dies waren meine ersten Eindrücke von Telawi, wo ich 1996 anfing Deutsch an einer öffentlichen Schule zu unterrichten.



This man brings home wood from the forests of near-by Zivi mountain-ridge. Energy-supply was precarious. Sometimes there was gas, sometime there wasn´t. Russia, from where the gas came, argued in January 1997 that bills weren´t payed. Well, in february we had to buy wood which was terribly wet, so the rooms became dirty quickly with black grease covering everything - what a mess! Electricity came about twice or may-be three times a week, but you never knew when. Sometimes they switched it on, you heard your neighbours sigh "ah", and then, as suddenly as it had come, it went off again. (Probably due to all the electric heaters, while on the other hand windows were often in a bad shape. Putty seemed to be unknown.) People joked it was Schewardnadse who wanted to hear if his fellow Georgians were still alive.
So we had to use gas-bottles for heating or, if no gas was left, boiled our coffee on the local spirit called dshadsha - 60% alcohol were quite sufficient.)

Dieser Mann brachte Holz aus den Wäldern des Zivigebirges. Die Energieversorgung war katastrophal. Manchmal hatten wir Gas, manchmal nicht. Russland, woher das Gas bezogen wurde, erklärte im Januar 1997 die Gasrechnungen seien nicht bezahlt worden und drehte den Hahn ab. Im Februar mussten wir also nasses Holz kaufen, das die Zimmer schnell verschmutzte. Die Möbel, Wände und Fußböden wurden schnell von einer schmierig-schwarzen Schicht überzogen. Strom gab es nur zwei- oder dreimal in der Woche, aber man wusste nie wann. Manchmal hörte man die Nachbarn erfreut "ah" rufen, nur um gleich wieder enttäuscht zu werden. (Vermutlich waren die vielen elektrischen Heizgeräte das Problem.) Häufig hörte ich den Witz, es sei wohl Schewardnadse gewesen, der mal hören wollte, ob seine Georgier noch am Leben seien.
Deshalb holten wir uns Gasflaschen ins Haus oder, wenn kein Gas mehr vorhanden war, kochten unseren Kaffee auf Dschadscha - dem lokalen Grappa, der mit 60% oder mehr Prozent durchaus brannte.

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