Shepherd and his wife in Truso valley / Schäfer und seine Frau im Truso-Tal


The truso-valley runs from Kobi, a little "village" about 15 south of Kasbegi, to the mountains of South-Ossetia. If you pass the first cross-stone, you will notice inscriptions with cyrillic letters. Shortly afterwards you reach the first ossetian village. Keep on hiking towards the spring and you will see further villages in an opening valley. Most of them consist of ruins.

Das Truso-Tal erstreckt sich von Kobi, einer kleinen Ortschaft etwa 15 km südlich von Kasbegi, zu den Bergen von Süd-Ossetien. Schon an dem ersten alten Wege-Kreuz stellt man Inschriften in kyrillischer Sprache fest. Später dann trifft man auf ein erstes ossetisches Dorf. Wandert man den Fluss Terek in Richtung seines Ursprungs weiter, so gelangt man zu weiteren Dörfern, die sich bei näherem Betrachten teilweise als Ruinen offenbaren.

When the sovietunion fell apart and Georgia became independent, the status of the autonomous regions and ethnic minorities was heavily disputed. In soviet Georgia, three autonomous regions had existed since the period of Stalin: Abchasia, South-Ossetia and Adcharia. Until 1993, the two of these regions (Abchasia and South-Ossetia) had fought secessionist wars, that were fueled by excessive nationalism as well as the role of the russian government. On the one hand side it fought secessionist movements itself (Tchetchenia!), on the other hand it supported more or less openly secessionists operating in Georgia. Russian UN-peacekeepers in Abchasia and South-Ossetia are absurd.

Als die Sowjetunion sich auflöste und Georgien seine Unabhängigkeit erstritt, da stellte sich hier wie auch auf dem Gebiet der Russischen Föderation (Tschetschenien!) die Frage nach dem Status der vielen ethnischen Minderheiten. Drei autonome Regionen hatte es in der Georgischen Sovietrepublik gegeben: Abchasien, Süd-Ossetien und Adscharien.
Bis 1993 entwickelten sich auf georgischem Gebiet insbesondere zwei kriegerische Konflikte aus der verworrenen Lage, wozu der überzogene Nationalismus auf beiden Seiten ebenso beitrug wie die Haltung Moskaus, das separatistische Bewegungen auf eigenem Gebiet bekämpft(e), in Georgien jedoch recht unverhohlen unterstützt(e). Russische UN-Blauhelme in Abchasien und Süd-Ossetien - wie absurd!

North-Ossetia is one of the north-caucasian "republics" of the Russian Federation. Ossetians are the only christian people forming their own republic in the islamic north-caucasus. They hope that with the help of Russia both parts of Ossetia will eventually join (i.e. be part of the Russian Federation, because an independent Ossetia is for a number of reasons totally illusionary.)

Nord-Ossetien liegt auf russischem Gebiet; als einziges christliches Volk des Nordkaukasus sehen die Osseten im Süden wie im Norden ihren wichtigsten Verbündeten in Russland. Und so wünschen die Süd-Osseten eine Vereinigung ihres Territoriums mit Nord-Ossetien.

So behind these last two villages the unmarked frontier of South-Ossetia begins. (See this picture.) Does the tent on one of the lower mountain-slope in the background serve military-reasons? The villages in the foreground were partly destroyed. Today, this shepherd lives with his wife in one of the abandoned houses. They own a herd of 60 heads of cattle. They invited us very friendly to have a tea and some self-made cheese with them. He told us that he lives there only in summer. If he has to sell some of the cattle in the capital, he walks them about 10 (!) days over the mountains-passes; otherwise they sell selfmade cheese. There is no electricity of course, but magnificent nature in abundance.

Hinter diesen letzten zwei Dörfern (siehe Bild) also fängt Süd-Ossetien an; sie wurden jedoch im Verlaufe des - sollen wir sagen: Bürger- oder Bandenkriegs? - zerstört. Heute lebt dieser aserbaidschanische Schäfer hier mit seiner Frau und 60 Rindern. Wir wurden auf unserer Wanderung sehr freundlich zum Tee eingeladen und mit Brot und selbst gemachtem Käse bewirtet. Er erzählte uns, dass er nur im Sommer hier lebt und sich in dieses von Osseten verlassene Dorf "einquartiert" hatte. (Offenbar kann ein Aserbaidschaner als neutral in diesem Konflikt gelten.) Wenn er Kühe in der Hauptstadt verkauft, so wandert er zehn (!) Tage zu Fuß über die Passstraßen, ansonsten verkauft er den Käse, den seine Frau und er selbst herstellen. Strom gibt es natürlich keinen, dafür grandiose Natur soweit das Auge blickt...

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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Henning,

in Kobi nach Osten abbiegen führt doch nicht S-Ossetien? Hat sich ein Schreibfehler eingeschlichen? Andererseits geht es in Kobi nach Westen den Terek hoch. Da mich das irgendwie interessiert freue ich mich auf die Aufklärung...

Viele Grüße
timo
http://bilderbeute.de
http://www.i-traxx.net

Anonym hat gesagt…

Ok, schon klar! Zweimal lesen hilft..
Ich habe den "Truso-Fluß" zum Tal gesucht... ;-)

Viele Grüße
timo
http://bilderbeute.de
http://www.i-traxx.net

Henning(i) hat gesagt…

Timo, du hast selbstverständlich recht! Von Kobi gehts nach Westen ins Truso-Tal. Ich habs geändert.

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