Georgian photographers:


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Putins Fanboys auf SPON

Auf SPON lief heute ein wahrer Shitstorm von Leserbriefen in Reaktion auf den Artikel


Ein paar Bonmots möchte ich hier mit meinen LeserInnen teilen, da facebook eine sinnvolle, lesbare Anordnung mit Kommentaren meinerseits durch die Beschränkungen des Layouts nicht erlaubt:


Polen und die baltischen Staaten gehören nach Russland? Der Autor sollte diesen Satz in den jeweiligen Landessprachen drucken und in den Hauptstädten verteilen. Ich bin mir sicher, der Menschenschlag würde ihn stärker beeindrucken als die obige Replik eines Mitforisten.



Russland wird (das Baltikum) nicht angreifen? Diese Aussage würde beruhigend auf mich wirken, wenn der Autor vor einem Jahr auch die Besetzung der Krim aus seiner Glaskugel vorausgesagt hätte. 



Hier antwortet "radio eriwan": Gut, dass uns endlich mal die Augen geöffnet wurden. Polen als Kriegstreiber? Das hatte ich bislang übersehen.


Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. "Russland hat sich unter Putin zu einer Demokratie entwickelt, aber das paßt vielen Menschen nicht". Jetzt endlich weiß ich, warum mir dieser Putin so unsympathisch ist! Schade, dass dieser kluge Mensch seinen Geistesblitz gleich wieder mit der Floskel "meine unmaßgebliche Meinung" zurücknimmt. Dabei ist er, auch blinde Hühner finden einmal ein Korn, durchaus auf eine tiefere Wahrheit gestoßen: HIER in Deutschland darf er seine Meinung, und so sie noch so unmaßgeblich, äußern, ohne ernsthafte Konsequenzen fürchten zu müssen.

Alle Putinisten zusammen bestätigen damit ungewollt, dass sie sich hier, im "westlichen" Mitteleuropa, der Redefreiheit bedienen dürfen, wie es sich für eine pluralistische Gesellschaftsordnung gehört. In Russland wird eine abweichende Meinung dagegen schnell teuer oder schmerzhaft. In diesem Sinne bin ich durchaus stolz auf unsere demokratische Gesellschaftsordnung, die sicher nicht perfekt ist, aber stets besser als jede Autokratie.

Nachtrag vom 8.6.2014: Heute fand ich einen Kommentar unter einem SPON-Artikel, dessen Aussage ich mit folgendem Zitat wiedergebe: "Von Demokratie ist hier in Deutschland so viel zu sehen wie in Nordkorea. Von daher." Kann man solche Leute nicht einfach mal nach Nordkorea abschieben?

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Putins Weltsicht: Ideologie vom überlegenen Volk (Jan Fleischhauer)




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Bis heute haben viele Mühe, die Natur des Mannes zu erkennen, der gerade dabei ist die europäische Friedensordnung auf den Kopf zu stellen. Vielleicht trauen wir uns nicht, die richtigen Vergleiche zu ziehen, weil sie uns an eine Zeit erinnern, von der wir dachten, das sie für immer hinter uns liegt. Bei der Linkspartei und in Teilen der Sozialdemokratie sieht man in Putin immer noch einen Mann in der Tradition der sowjetischen Parteiführer, die für eine wie immer geartete Idee des Sozialismus standen. Deshalb funktionieren dort auch noch die alten Solidarisierungsreflexe. Aber das beruht auf einer Verwechslung: Putin ist nicht Postkommunist, er ist Postfaschist.
Wenn man nach historischen Referenzmarken sucht, dann ist der richtige Bezugspunkt nicht Sarajevo 1914, sondern Rom 1919. Wer sich in den Echokammern und Metaphernräumen bewegt, in denen Putin unterwegs ist, erkennt eine ganze Reihe von Topoi wieder, die auch bei der Geburt des Faschismus Pate standen. Da ist der Körperkult, die pathetische Rhetorik der Selbstbehauptung, die Abwertung des Gegners als verkommen und degeneriert, die Verachtung der Demokratie und des westlichen Parlamentarismus, der übersteigerte Nationalismus.
Bei den Freiheitsfeinden am rechten Rand haben sie die Witterung sehr viel früher aufgenommen. Hier hat man sofort verstanden, dass in Putin jemand zu Europa spricht, der ihre Zwangsvorstellungen und Ressentiments teilt. Putin revanchiert sich bei seinen Bewunderern, indem er sie als Verwandte im Geist anerkennt. "Was das Überdenken von Werten angeht, sehen wir in Europa denselben Prozess", sagte er in seinem Fernsehauftritt am vergangenen Donnerstag und verwies auf den "Sieg von Viktor Orban in Ungarn", den "Erfolg von Marine Le Pen in Frankreich". Es war die einzige Stelle in dem vierstündigen Interview, bei dem er etwas Positives über Europa zu sagen wusste.
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Wladimir Putins braune Lehrmeister (NZZ v. 22.4.14)



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Als Putin russisches Militär in die ukrainische Krim einmarschieren liess, machte er russische Interessen und das Schutzbedürfnis der dort lebenden russischen Bevölkerung geltend. Wäre die damit zusammenhängende Kampagne von Einschüchterung, Propagandalügen und direkten Eingriffen nicht schon ein klassisches Werkzeug sowjetischen Herrschaftsstrebens gewesen, müsste man annehmen, Putin habe seine Methoden mit Hitlers «Mein Kampf» verfeinert. Aber auch die damaligen Versuche westlicher Verharmloser, den Machthunger der Schergen des Dritten Reichs zu stillen, können ihm als Anschauungsunterricht dienen....
Wie Putin im Falle Abchasiens oder der Krim konnte sich Hitler auf eine willfährige Presse und seinen Propagandaapparat verlassen, und man riecht förmlich das Potenzial, welches Putin im Falle weiterer Gebiete wie Transnistriens oder gar der baltischen Staaten entfalten könnte. Die Lüge angeblicher Not russischer Bürger in fremden Ländern gemahnt penibel genau an Hitlers Sorge um die Sudetendeutschen oder deutsche Minderheiten in Polen, deren wahre oder angebliche Unterdrückung Ende der dreissiger Jahre durch die jeweiligen nationalen Behörden nur dazu diente, die eigenen Eroberungspläne zu kaschieren.
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Erstaunlich, ja erschütternd ist die Erkenntnis, wie viel Verständnis diesem hinterhältigen Bestreben, vor allem jetzt wieder im Falle der Krim, in weiten Teilen Westeuropas entgegengebracht wird. Gerade in Deutschland manifestiert sich bis in höchste Kreise eine Grundstimmung, die einen erschreckenden Mangel an Demokratie- und Rechtsstaatsverständnis offenbart. Die verhängnisvollen Illusionen der Verharmloser und Apologeten von Raub- und Gewaltpolitik hat in Europa schon einmal einer Diktatur den Weg bereitet. Wladimir Putin hat diese Lektion zweifellos sehr gründlich gelernt und kunstvoll umgesetzt.
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Mit grösster Rücksichtslosigkeit spielte Hitler die Protagonisten jener Länder an die Wand, die er zu erobern trachtete. So schuf er fünfte Kolonnen, förderte nationalsozialistische Bewegungen und Parteien, rüstete Wehrverbände oder simple Schlägertrupps aus, fabrizierte Zwischenfälle und konstruierte «Hilferufe», die nicht überhört werden durften. Das ganze Instrumentarium einer gezielten Destabilisierung wurde zur Zermürbung demokratischer und rechtsstaatlicher Institutionen angewandt, bis der Zeitpunkt gekommen war, mit regulären Truppen einzumarschieren und die Zielgebiete einzuverleiben.

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Russische Truppen verschieben Grenze und ziehen Zaun um Süd-Ossetien - Eine russische Provokation gegenüber dem NATO-Aspirant Georgien?



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Seit 2011 seien von russischer Seite 25 Kilometer Stacheldrahtzaun auf dem Gebiet von Südossetien installiert worden, wobei die Bauaktivitäten seit Februar 2013 intensiviert worden seien. Am 27. Mai, so berichtet der als Korrespondent in der Region tätige freie Journalist Siegfrid Ludwig, hätten russische Soldaten die vorläufige Grenze in den Konfliktzonendörfern Dizi und Dwani um 200 bis 300 Meter verschoben. Bereits bei anderen Gelegenheiten hätten russische Truppen die okkupierte Fläche willkürlich erweitert und seien in das von Georgien beanspruchte Territorium vorgedrungen.
Dabei würde zunehmend die Bewegungsfreiheit der lokalen Bevölkerung eingeschränkt. Für vermeintliche illegale Grenzverstöße seien allein im Jahr 2013 bis einschließlich dem Monat Mai, 86 georgische Bürger von russischen Soldaten inhaftiert worden. Neben Haft- würden zudem vielfach Geldstrafen verhängt. Unter den Belangten seien auch Bauern, deren Höfe und Felder durch die neue Grenzziehung willkürlich getrennt würden. Menschen, die ihr Haus verließen und sich auf dem eigenem Grundstück bewegten, würden plötzlich dem Vorwurf des illegalen Grenzverstoßes ausgesetzt. Eingeschränkt oder verboten sei zudem häufig der Zugang zu Viehweiden, Gärten, Friedhöfen, Trinkwasser und Bewässerungsanlagen und damit zu lebenswichtigen Ressourcen. Die Menschen, die in diesem Gebiet leben, stünden unter enormem psychischen Druck.

Russland erklärt seine Aktivitäten auf dem Territorium Südossetiens mit bilateralen Vereinbarungen mit der abtrünnigen Provinz, die von der Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft als Teil Georgiens betrachtet wird. Hingegen erachtet Siegfrid Ludwig die zunehmenden Aktivitäten auf dem Gebiet Südossetiens als Machtdemonstration Russlands und als Protest gegen die pro-westliche Orientierung und den angestrebten NATO-Beitritt Georgiens, dem der ungelöste Grenzkonflikt im Wege stehen könnte. 
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Lesen Sie den vollständigen Artikel auf newsropa.de

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Staircase in blue, Akhalkalaki

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Wie die georgische Justiz einen kritischen Journalisten gängelt (Deutschland Radio Kultur)

In Haft für 0,4 Gramm Marihuana

Wie die georgische Justiz einen kritischen Journalisten gängelt

Von Thomas Franke

Seit mehr als zehn Jahren möchte Georgien sich der EU und der NATO annähern. Doch es hapert mit Reformen. Auch unabhängige Journalisten haben es in dem Land schwer. In der Hauptstadt Tiflis beginnt nun ein Prozess gegen einen Journalisten, der seit geraumer Zeit wichtigen Leuten im Weg ist.

Link zum Artikel:

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Stimme Russlands: "Onistschenko: Hinter Schweinepest in Russland steckt Georgien"

Nach Aussage von Russlands Obersanitätsarzt Gennadi Onistschenko steckt hinter dem Ausbruch der afrikanischen Schweinepest in Russland eine geplante Diversion Georgiens.
„Das ist keine zufällige, sondern eine genau durchdachte Aktion, die die Vernichtung der Wirtschaft im südlichen Russland zum Ziel hat“, so Onistschenko. Das sei von Georgien aus organisiert worden.
 Nach Angaben des russischen Landwirtschaftsministeriums wurde der Pesterreger mit Wildschweinen aus Georgien nach Russland gebracht.
Über 400.000 Schweine wurden seit der ersten gemeldeten Infizierung im Jahre 2008 vernichtet. In Georgien wurden keine Infizierungsfälle festgestellt.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/news/2013_06_02/Onistschenko-Hinter-Schweinepest-in-Russland-steckt-Georgien-7385/

Was lernen wir daraus?
  1. Die afrikanische Schweinepest stammt aus Georgien. 
  2. Die hochgezüchteten Virenstämme können zwischen Schweinen mit russischem Pass und anderen Schweinen unterscheiden.
  3. Die südrussische Wirtschaft ist im wesentlichen eine Sauerei, viel anderes gibt's nicht.
  4. Die freilaufenden georgischen Wildschweine halten sich nicht an russische Grenzvorschriften; sie sind daher als ausländische Agenten zunächst zu registrieren, später zu langjährigen Haftstrafen zu verurteilen.
  5. Alle russischen Schweine sind gehalten, Kontakte mit Wildschweinen, vor allem aus dem südlichen  Ausland, strikt zu meiden. Wer diese Vorschrift missachtet, wird zu Hackfleisch gemacht.
Unklar bleibt, in welchem Umfang der Obersanitätsarzt selbst von der Schweinepest betroffen ist.


Schweinerei: konspiratives Treffen kurz vor der russischen Grenze, heimlich fotografiert.










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Sighnaghi (Georgia / Georgien)

Sighnari has become a major tourist hot-spot since a couple of years, certainly much due to restauration. Sakashivili likes to present "romantic" Sighnari to foreign guests. Well, as long as you don't look behind the facades, this little kakhetian town on the lovely scopes of the Tsivi mountain-ridge is charming indeed. To the north, you can enjoy a beautiful view over the valley and on High Caucasus.






























Well, this is the not-so-lovely view behind some facades. I wonder how long it will take to ruin this nation's architectural heritage, if such "restauration" carries on - in Sighnari, Tbilisi, Gelati and all other historic places. More and more, historic buildings are being replaced by mock-up facades, while behind everything historic had to give way to concrete constructions. 













Heritage lost, Disneyland won.



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Fruit sale near Akhalkalaki, Georgia

(Well, the petrol station was out of work.)

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