Morbid pictures of Georgia

Krankenhaus-Flur, Tiflis / clinic-hall, Tbilissi



Ehem. russ. Hauptquartier in Tiflis, seit August 08 Flüchtlingsunterkunft /
Former russian armed forces head quarters in Tbilissi, home for refuges after August 08



ca. 100 Meter hinter dem Freiheitsplatz "Tawis Suplebis Moidani", Tiflis /
About 100 m behind the Freedom Square "Tavis Suplebis Moidani", Tbilissi



Tiflis, Altstadt. Erdbebenschaden / Tbilissi, old town. Destroyed by an earthquake



Tiflis / Tbilissi



Batumi



Poti



südlich Poti am Schwarzen Meer / south of Poti, on the shore of the Black Sea



Zug-Haltestelle zum Botanischen Garten, nördlich Batumi /
North of Batumi, railroad-stop to the Botanical Garden



nördlich von Batumi / north of Batumi



Wahrscheinlich zu Sowjetzeiten ein Theater oder eine Musikhalle, östlich von Batumi /
Probably in soviet times a theater or music-hall, east of Batumi



Einsturzgefährdete Brücke südlich von Batumi / bridge near collapsing, south of Batumi



Vermutlich aufgegebenes Flugfeld, nahe der türkischen Grenze, südlich Batumi /
Probably an abandoned airfield, near the turkish border, south of Batumi



Trecker, Achalsopeli bei Saguramo / Tractor, Akhalsopeli near Saguramo



Aufgegebener Viehstall, bei Sagaredscho / Abandoned stable near Sagaredsho

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"Georgians are gradually leaving Akhalgori"

"The Georgian population is gradually leaving Akhalgori in fear of the aggression of the Ossetian home guard. Local residents confess in conversations that they are scared with so plenty of people with sub-machine guns in the streets. According to Lokshina, civil guardsmen behaved extremely rudely. "All the civil guardsmen we met were drunk," the human rights activist asserts."

Read the full article here.

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Leserbrief an Alice Bota in der ZEIT: "Krieg, Schuld und Nebel"

Alice Botas Artikel:

"Die ganze Welt rätselt: Wann hat der georgisch-russische Krieg angefangen? Vor dem ersten Schuss. Wer hat ihn zu verantworten? Zwei Männer. Eine Spurensuche in Georgien"

Der gesamte Text findet sich hier.


Mit Ihrer Darstellung ähnlicher Charakterzüge Putins und Saakaschwilis greifen Sie durchaus EINEN Aspekt des gegenwärtigen russisch-georgischen Konflikts auf. Aber die Frage, welche Seite im August angefangen hat, wird wohl niemals eindeutig zu klären sein. Die im Artikel präsentierten Fakten sind jedenfalls nicht neu.
Leider gehen Sie nicht auf die Vorgeschichte und die weiteren Konfliktparteien ein. Wie in der deutschen und internationalen Presse üblich, entsteht somit der Eindruck, der Konflikt sei in erster Linie als Konflikt zwischen den USA bzw. der NATO und Russland. In diesem Zusammenhang wird oft auf Sicherheitsinteressen Russlands und aggressive amerikanische Außenpolitik gegenüber Moskau verwiesen.

Daraus ergibt sich die Schieflage in der Bewertung, die derzeit als vorherrschende Meinung durch die Presse geht. Die Vorgeschichte, seit Anfang der Neunziger Jahre, in denen Georgien durch mehrere Sezessions- UND Bürgerkriege (in Tbilissi) im Chaos zu versinken drohte, darf nicht außer acht gelassen werden. Dazu gehören dann auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen, die im Kaukasus allerorten von ehem. KGB- und Kombinatsleitern aufgebaut und nicht selten auch mit Waffengewalt verteidigt wurden. In Georgien waren dies der Abaschidse-Clan in Adscharien (an der türkiischen Grenze, Hauptstadt Batumi) - Abaschidse, im Moskauer Exil, wurde im August als mögl. Moskauer Marionette als Nachfolger von Saakaschwili gehandelt -, Süd-Ossetien, wo mit Billigung der georgischen Regierung unter Schewardnadse der Schmuggel blühte, Abchasien, die Cote d´Azur Georgiens, wo nicht zuletzt wirtschaftliche Interessen der russischen Oligarchie eine erhebliche Rolle spielten, sowie weitere mehrheitlich nicht von Georgiern bewohnte Gebiete. Es leben in Georgien ca. 60 verschied. Ethnien!
Während Moskau den nordkaukasischen Sezessionismus, insbesondere in Tschetschenien, seit den frühen Neunziger Jahren mit grausamer Unterdrückung bekämpft, unterstützte der Kreml im Südkaukasus (auch: Berg-Karabach!) die Separatisten.
Als die Sowjetunion zerbrach, waren die Völker geradezu im Rausch - ohne sich im Klaren darüber zu werden, welche Konflikte durch den Rückgriff auf glorreiche Zeiten und die jeweils größte Ausdehnung ihrer früheren Reiche entstehen würden. In Tbilissi gab es z.B. ein paar überwiegend kurdisch besiedelte Straßenzüge, wo ein unabhängiges Kurdistan proklamiert wurde!
Moskau verfuhr zweigleisig. Es unterstützte die Separatisten und schickte dann UN-Blauhelmsoldaten in die beiden Provinzen. In der Nähe von Tbilissi und in Adscharien (s.o.) wurden große russ. Militärbasen erhalten. Mit dieser Maßnahme schien der russ. Einfluss auch nach dem Ende der UdSSR gesichert. In Tbilissi übernahmen Mafia-Paten die Macht, um schließlich von Schewardnadse, dem ehem. sowjet. Außenminister, ausgebootet zu werden. Schewardnadse war lange genug Teil des Moskauer Apparats gewesen, so dass man sich kannte und einschätzen konnte.
So wie mit Berg-Karabach, wo Moskau eine Lösung trotz anderslautender Bekundungen gerade nicht anvisiert, um so seine Macht zu erhalten (und Druck auf beide Staaten ausüben kann - aber das ist ein anderes Spannungsfeld, in dem auch die Türkei eine wichtige Rolle spielt), so hielt Moskau die Konflikte um Abchasien und Süd-Ossetien stets am Köcheln.
Mit Saakaschwili war damit allerdings Schluss. Schon bald nach seiner Amtsübernahme wurde sowohl Polizei- als auch Zollpersonal komplett ausgetauscht. Die Schmuggelgeschäfte Kokoitys (und seines Clans), der offenbar über Geschäftsbeziehungen bis in die russische Unterwelt unterhält, wurden dadurch empfindlich gestört. (Ich selbst bin 1998 mit meinem PKW mit dt. Kennzeichen von Gori nach Zchinwali gefahren und wurde an der "Grenze" überhaupt nicht kontrolliert!)
Gleichzeitig war durch die enormen Einnahmen Russlands aus Energiegeschäften viel Geld in die Hände der Oligarchie gelangt. Abchasien, nahe Sotchi gelegen (Olympia!), wurde nach und nach zum Spekulationsobjekt. Während dies in Abchasien kritisch gesehen wird, weil sich die auf Unabhängigkeit bedachten "Ur-"Einwohner Suchumis kaum noch Wohnungen leisten können, trat Kokoity stets als Hardliner auf, der kompromisslos den Anschluss Süd-Ossetiens an die Russ. Föderation (mit Nord-Ossetien vereint) forderte. Russ. Blauhelme sorgten zuverlässig dafür, dass an der "Verwaltungsgrenze" keine Ruhe einkehrte. Auf georg. Seite profitierte die Regierung Schewardnadse davon (Schewardnadse wurde von der Mehrheit der Georgier bestenfalls als notwendiges Übel gesehen) - und unterstützte vermutlich auch ihrerseits Freischärler. Saakaschwili sprach vielmehr von den "ossetischen Brüdern und Schwestern", unterstützte eine süd-ossetische, pro-georgische Exilregierung (mit mäßigem Erfolg) und förderte gemischt besiedelte Dörfer auf georgischer Seite durch Infrastrukturmaßnahmen bis hin zum Bau eines Kinos. Die Regierungspartei schickte viele Vertreter nationaler Minderheiten als Abgeordnete ins Parlament.
(Ähnliche Beispiele gab es in Bezug auf die unruhige armenische Minderheit in der Provinz Jawacheti.)
Die alte Strategie des "Teile und herrsche!" hätte vielleicht noch lange funktioniert, wenn sich im Laufe der Jahre nicht die Gewichte verschoben hätten. Als sich der Kreml für die Unterstützung Armeniens, Abchasiens und Süd-Ossetiens entschied, war für die meisten Moskauer Politiker, die vor ganz anderen Problemen standen, wohl nicht ersichtlich, dass das Kaspische Meer Objekt westlicher Energieinteressen werden könnte (BTC-Pipeline in Konkurrenz zur Pipeline Baku-Grozny-Noworossisk!). Ein stabiles, nationalbewusstes, wirtschaftlich erfolgreiches Georgien wurde von Moskau als Bedrohung seines Einflusses wahrgenommen. Seitdem bekommt die pro-armenische Unterstützung Moskaus aus Sicht Eriwans eine mitunter gefährliche Schieflage. Nicht auszuschließen, dass Moskau seine Ambitionen stärker in Richtung Baku ausrichtet - dorthin schließlich, wo die Energie gefördert bzw. über das Kaspische Meer angelandet wird.
So hängen z.Zt. Süd-Ossetien und das von zwei Seiten eingeschlossene Armenien, das sich immer noch im lauwarmem Krieg mit Aserbaidschan befindet (mit mehreren Toten pro Monat an der "Grenze" durch Scharfschützen), im Grunde am Moskauer Tropf. Das Erstaunen der russ. Soldaten angesichts der Ausstattung georg. Kasernen nach NATO-Standard spricht Bände! Einzig Abchasien mit seiner spektakulären Küste lohnt sich für Moskauer und Petersburger Investoren. Wenn man so will, hat der Kreml mehrfach aufs "falsche Pferd" gesetzt.
Seit Saakaschwilis Machtübernahme und der zunächst sehr erfolgversprechenden Rosenrevolution erfreute sich Georgien nicht nur in Washington großen Interesses. Die Bundesrepublik hat seit der Ära Schewardnadse in vielen Bereichen Erhebliches geleistet, etwa im Bereich des Naturschutzes, des Bildungswesens, der Verwaltung u.a. Damit ist Georgien nun in der Lage, über seine Zukunft selbst zu bestimmen. Trotz eingeschränkter Pressefreiheit, uneiniger Opposition und unterschiedlicher Geschwindigkeiten in Tbilissi bzw. den Provinzen hat sich eine bürgerliche Schicht und Mentalität ausgebreitet, die die Freiheit als westliche Errungenschaft begreift und sich in Lebensstil, Geschmack und politischen Überzeugungen mehr und mehr an Europa orientiert. Diesen Fortschritt sehen Georgier durch den russischen Imperialismus, der die Zerteilung des Landes zur Durchsetzung seiner Interessen in Kauf nimmt, bedroht.
Leider wird in Deutschland oft übersehen, dass etwa ein Drittel der auf georgischem Staatsgebiet lebenden Osseten im von Tbilissi beherrschten Teil leben. Nachdem ich, meine georg. Frau und unsere beiden Kinder am 8. August bei Gori bei einem Beschuss durch ossetische Zivilisten nur wie durch ein Wunder überlebt haben, entschuldigte sich ein paar Tage später wortreich ein Ossete, der mit seinen georg. Freunden in einer Tbilissier Bar saß. In einer mit mir befreundeten georg.-russ.-ossetischen Familie, wohnhaft in Tbilissi, bedauert man sehr die Spaltung unter den Osseten durch die Politik Kokoitys. Wie man dort über Putin denkt - und welches Bild er von den Russen im Ausland verbreitet! -, will ich hier nicht schildern. Anders als in Süd-Ossetien, wo die georgische Minderheit um ihr Leben fürchten musste (so dass auch alte Menschen sich oft tagelang im Wald versteckten), gab es auf von Tbilissi kontrollierten georgischem Boden m.W. keine Ausschreitungen gegen Osseten.

Sowohl der korrupte Kleptokrat Kokoity, der mit seinem Clan die am Boden liegende Wirtschaft Süd-Ossetiens beherrscht, als auch Saakaschwili, der spätestens seit der gewaltsam niedergeschlagenen Demonstration vom 7.11.07 unter massivem innenpolitischen Druck stand, brauchten die Konfrontation, um von innenpolitischen Problemen abzulenken.

Eine persönliche Anmerkung sei mir gestattet: Nimmt man die unglaubliche Gastfreundschaft der Georgier und ihr viel zu hohes Bild von Deutschland und deutscher Kultur in Betracht, so kann die Meldung der Iswestija, Gazprom-nahes Regierungsblatt, einen Deutschen beschämen, wenn er dort liest, dass der dt. Außenminister Steinmeier Russlands bester Freund sei.


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Kloster Geghard, Armenien / Cloister Geghard, Armenia


Das Kloster Geghard liegt in der Provinz
Kotajk, ungefähr 25 km nordöstlich von Eriwan gelegen. Gegründet im 4. Jh. n. Chr. vom Schutzpatron der Armenisch Apostolischen Kirche, dem Hl. Gregor, am Ort einer vormals heidnischen Kultstätte nahe einer Quelle, wurde im 9. Jh. von den Arabern zerstört, schließlich in der heutigen Form im 13. Jh. wieder aufgebaut.

Der Name bedeutet "Kloster zur Hl. Lanze". Der Name rührt von der Legende, dass die Lanze, mit der Jesus am Kreuz in die Seite gestoßen wurde, von Judas Thaddäus nach Armenien gebracht worden sei.

Die zahlreichen Kapellen und Wohnräume sind in den Fels gehauen. Geghard zählt seit 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

English Wikipedia has a lot of information on Geghard plus further links.


























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Blue Mosque in Yerevan / Blaue Moschee in Eriwan





Built in the 18th century, this mosque was used as a state museum for the history of Yerevan in soviet times. In the mid 90s, the Republic of Iran financed the renovation, aiming at a beautiful and representative religious compound rather than preserving the historical foundings.

Errichtet im 18. Jahrhundert. Als Museum für die Geschichte Eriwans in der Sovietzeit benutzt. Mitte der Neunziger Jahre wurde die Renovierung von der Republik Iran finanziert. Ziel war allerdings weniger die Konservierung des historischen Zustands, als vielmehr die Wiedererrichtung einer repräsentativen Anlage.

Eine Moschee mitten im Zentrum, gegenüber dem zentralen Basar? In einem Land, das darauf stolz ist, dass hier das Christentum zum ersten Mal Staatsreligion wurde? Wie passt das zusammen?
Schlüssel ist die gegenwärtige außenpolitische Lage. Armenien ist ein Binnenland; es bedarf also des Transits durch Nachbarstaaten, um Güter von und nach Armenien zu transportieren. Die Grenze zur Türkei ist geschlossen, mit Aserbaidschan liegt Armenien im - nicht ganz - kalten Krieg. Bleiben nur Georgien und der Iran. Der jüngste Vorstoß zur Verbesserung der armenisch-türkischen Beziehungen ist auch aus diesem Blickwinkel zu verstehen.
Sie teilen großenteils die gleichen Verbündeten und Gegner: Ihre Sicherheit ist - in unterschiedlicher Weise - von Moskau abhängig (iranisches Atomprogramm!). Das iranisch-aserbaidschanische Verhältnis ist von Misstrauen geprägt, denn der größere Teil der (auch schiitischen) Aserbaidschaner lebt tatsächlich im Iran. Außerdem orientiert sich Baku, nicht zuletzt im Hinblick auf den Umgang mit dem Islam, an der laizistischen Türkei.
Darum zeigt sich gerade Eriwan tolerant gegenüber dem Sendungsbewusstsein Teherans, zumal es praktisch keine muslimische Minderheit mehr im Land gibt. (Die Aserbaidschaner wurden ja fast alle vor oder während des Konflikts um Berg-Karabach vertrieben).
Für die Armenier bleibt der Nutzen jedoch gering: Bei Reisen ins Nachbarland müssen Sie ihr Auto auf der armenischen Seite stehen lassen (oder per Auto-Zug transportieren). Das ist offenbar dem aberwitzigen Umstand geschuldet, dass der Iran zwar große Ölvorkommen besitzt, jedoch zu wenig Raffinerien, so dass Benzin importiert werden muss, welches dann auch noch hoch subventioniert wird - in 2007 zu 8 Euro-Cent pro Liter Benzin, 11 Cent für den Liter Superkraftstoff. (Zuweilen leiden Teheraner Autofahrer unter Rationierungen!) Autos wiederum könnten aus Dubai günstig importiert werden, dürfen aber nicht - vermutlich aus Rücksicht auf russische Interessen. (Es gibt noch weitaus mehr Ladas und Wolgas in Armenien als in Georgien - und entsprechend hohe Strafzölle auf importierte Westwagen.)
Andererseits lässt das strikte Regime der Mullahs mit ihren mittelalterlichen Bekleidungs- und Verhaltensvorschriften nicht an ausgelassene Ferien an Bar und Strand denken... Also fahren Armenier lieber nach Georgien ans Schwarze Meer.

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Türkische Intellektuelle bedauern Massaker an Armeniern

"Türkische Intellektuelle haben sich mit einer Initiative im Internet bei den Armeniern wegen der Massaker im Ersten Weltkrieg entschuldigt. Die Nationalisten wüten."

Ganzer Artikel hier.

Und schon ist die türkische Webseite nicht mehr aufrufbar...


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S.H.Tappe in "Menschen und Schlagzeilen" am 17.12.08

hier der Link.

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Georgien in Georgien: starke Zensur?

Die Redaktionen aller landesweit zu empfangenden Fernsehsender in Georgien stehen unter kompletter Kontrolle der Regierung Saakaschwili. Zu diesem Schluss kommt der Bericht des georgischen Ombudsmann Sosar Subari, den dieser am Freitag vorlegte.

Ganzer Text auf Georgien Nachrichten.

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