Russische Außenpolitik in der Ära Obama: Kürzungen und Nationalismus, meinen die New York Times und Gordian Ezazi

Rigardi.org greift einen Artikel der New York Times auf und analysiert die Aussichten für das amerikanisch-russische Verhältnis nach dem Wechsel im Weißen Haus.

Gordian Ezazi kommt zu dem Schluss:

"Das zweite, und für die meisten seriösen Beobachter wahrscheinlichere Szenario ist, dass die finanz- und wirtschaftspolitischen Unruhen zur Erhitzung des Verhältnisses führen könnten. „Retrenchment and nationalism“ nennt dies die New York Times, sinngemäß also Einsparung/Kürzung und Nationalismus. Die politische Führung in Russland werde also mithilfe von weiteren Provokationen auf der internationalen Bühne versuchen, von innenpolitischen Verfehlungen (steigende Inflation, fallende Ölpreise, massive Arbeitslosigkeit) abzulenken. Der Krieg mit Georgien oder das kleine Machtspielchen mit der Ukraine, wäre dieser Lesart zufolge also erst der Anfang einer eingeläuteten Provokationsphase.

In Anbetracht der jüngsten Vorfälle in Russland, Protestler die im fernen Wladiwostok niedergeknüppelt werden, ein liberaler Anwalt der sich für die tschetschenischen Belange einsetzt sowie eine Journalistin, die selbiges schon seit Jahren tat und die beide vor einem Gerichtsgebäude mit mehreren Schüssen niedergestreckt werden, mit diesen abscheulichen Allgegenwärtigkeiten vor Augen, scheint eine Phase der Kooperation in weiter Ferne zu liegen. Trotz Obama."

Der gesamte Artikel findet sich hier.

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Tres beau film sur un voyage dans Arménie, Georgie et Azerbaïdjan

au cours de l'été 2008:





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Financial Times Deutschland (FTD) zum Ende des Gasstreits: Alles wie immer...

"Klar ist nur, dass der Preis nicht der entscheidende Faktor in diesem Streit gewesen ist, auch wenn die russische Seite bei ihren europäischen Kunden stets diesen Eindruck erwecken wollte. Wäre es nur um den Preis gegangen, dann hätten Timoschenko und der russische Premier Wladimir Putin schon im Herbst eine Einigung besiegeln können.

Stattdessen strebte Russland einen Effekt an, der auch im Krieg mit Georgien schon zur Geltung gekommen war: Ein Land, das sich aus dem Einflussbereich Moskaus verabschieden will, wird so lange in die Enge getrieben, bis es Fehler macht - und dann vor den möglichen europäischen Partnern als unsicherer Kantonist dasteht. Und in beiden Fällen tat die jeweilige Führung Russland den Gefallen, auf den Trick hereinzufallen."

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.



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FAZ: Putin greift der Ukraine "an die Kehle"

Konrad Schullers Resümee:

"Die Option der inneren Destabilisierung, gar der Spaltung dieses aus Moskauer Sicht „künstlichen“ Staates Ukraine ist von russischen Diplomaten immer wieder durchgespielt worden, auch öffentlich. Eine ostslawische orthodoxe Nation, ein Brudervolk, dessen Dichter (etwa Gogol) die Russen als die „ihren“ betrachten und das trotz historischer Verbundenheit das autoritäre russische Demokratiemodell missachtet und auf Offenheit setzt, eine ehemalige Kernprovinz des Reiches, die der EU und der Nato beitreten will - das ist für Russen vom Schlage Putins, der den Zerfall der Sowjetunion einmal als „Katastrophe“ bezeichnet hat, inakzeptabel. In Georgien hat er schon einmal bewiesen, dass er Gelegenheiten zu nutzen versteht. Jetzt hat er die Ukraine an der Kehle."

Der gesamte Artikel findet sich hier.


Wirtschaftswoche: "Russland will Gas-Bypass durch den Kaukasus verhindern."

"Der Alptraum russischer Energiestrategen – ein Öl- und Gas-Bypass nach Westen – ist bereits Realität. Moskau möchte nun zumindest verhindern, dass der Ressourcenabfluss noch zunimmt. Denn je mehr Optionen die Europäer haben, Gas anderswo als in Russland zu beziehen, desto härter können sie mit ihrem russischen Lieferanten Gazprom verhandeln und ihre Bezugsmengen sogar reduzieren. Gazprom-Manager mahnen immer wieder, ohne langfristig stabile Einkünfte aus dem Westen könnten sie nicht in neue Erschließungsprojekte investieren.

Genau das aber, weniger Abhängigkeit von Russland, ist der Europäer Ziel. Die Gaspipeline White Stream, eine Tiefsee-Gaspipeline, soll von der georgischen Küste ins ukrainische Odessa und weiter in den Westen führen. Die schon vorhandene BTE soll parallel zum Bau des Bypass-Projekts Nabucco erweitert werden: Nabucco, geplant unter Federführung des österreichischen Energiekonzerns OMV, würde an BTE anschließen und aserbaidschanisches Gas bis nach Zentraleuropa leiten."

Der gesamte Artikel von Christian Schaudwet findet sich hier.

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