Das Land, in dem Mama Vater heißt...

Friedhelm Weinberg (PLASTE):

"Bisher steht es nach Fahnen 3-0 für Europa. Mental herrscht noch ein eindeutiges Unentschieden. Wozu gehört Georgien denn nun eigentlich: Europa, Asien, Kaukasus? Alles nur post-sowjetischer Raum?

Wenn es Sarajevo wäre, dann würde man darüber sprechen, dass die Moschee, die katholische, die orthodoxe, die armenische Kirche und die Synagoge in unmittelbarer Nähe stehen; dass sich Schiiten und Sunniten die Moschee teilen und seit einiger Zeit auch auf den Vorhang verzichten, der sie trennte. Oder darüber, dass die Fensterbilder in der katholischen Kirche doch sehr orthodox inspiriert sind – die Heiligenscheine sind rund und golden -, also dass hier ein bisschen alles zusammenkommt und sich mit Eigenem, Georgischem, Kaukasischem vermischt.

Aber weg von Religion und Politik. Was wirklich zählt ist Gastfreundschaft. Die ist wirklich so wie der Reiseführer androht. Wenn die Mutter nach Verputzen eines Teigfladens androht, dass Zuhause weiter gegessen wird. Oder wenn die Tochter auf Nachfrageerlaubt, dass ich morgen auch mal was bezahlen darf (ich habe es aber vorher geschafft). Dann ist man wohl in Georgien. Dem Land, in dem Mama Vater heißt, sonst auch einiges auf dem Kopf steht, aber das Herz am richtigen Fleck ist.


Hier gehts zu den Fortsetzungen.


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1 Kommentar:

wow gold hat gesagt…

beautiful blog

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